Besonders im Sommer werden sie von Frauen aller Generationen geliebt: Kleider! Einfach schick aussehen und dabei mit Leichtigkeit und Eleganz durch den Sommer schweben, ist mit diesem variablen Kleidungsstück kein Problem!

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Heutzutage versteht man unter “Kleider” ein einteiliges Kleidungsstück, das sowohl Oberkörper als auch Beine bedeckt. Der untere Teil endet dabei stets in einer Rockform und hat keinen trennenden Stoffteil zwischen den Beinen. Das Oberteil hingegen kann sehr unterschiedlich gestaltet sein: Je nachdem was zu den vorherrschenden Vorstellungen von Mode und Moral passt.
Die Ärmellängen variieren von lang bis kurz und manche Kleider sind sogar komplett ärmellos oder schulterfrei. Die verschiedenen Schnittformen der Kleider können körperbetont, verhüllend oder mit kleinen Hilfskonstruktionen sogar proportionsverändernd sein. Dazu werden z.B. Hüftpolster, Reifröcke oder Korsette eingearbeitet. Weitere individuelle Designs werden durch Zierelemente wie Raffungen, Spitzen, Stickereien oder Volants, oder mit durchaus praktischen Verschönerungen wie Taschen oder Verschlüssen, erreicht.
Die ersten Kleider, bzw. deren Vorformen, wurden sogar schon ca. 3200-2200 v. Chr. getragen. Es handelte sich hierbei um sogenannte Hemd- oder Wickelkleider für Frauen. Ursprünglich kommt die Bezeichnung des Kleides von dem mittelhochdeutschen Wort „kleit“. Ein Kleit war damals einfach ein mit fetter Tonerde (klei) gewalktes Tuch, aus dem ein Kleidungsstück hergestellt wurde. Dabei war es egal welches Kleidungsstück am Ende herauskam!
Die römische Tunika mit der dazugehörigen Stola war das erste Stylevorbild für die sogenannten Doppelgewänder des 12.-19. Jahrhunderts, die sich noch aus Ober- und Unterteil zusammensetzten. Die eigentliche Urform der Kleider war schließlich ein Hemd- bzw. Kittelgewand, das ab dem 12. Jahrhundert mit einem enganliegenden Oberteil und einem schnitttechnischen Mittel angefertigt wurde. Ab diesem Zeitpunkt war die Bezeichnung „Kleid“ für die Kleider von Frauen als auch von Männern üblich.
Ab dem 14. Jahrhundert wurden die Kleider schließlich allein den Frauen zugeordnet und die Form konnte schon annähernd mit dem heutigen Style verglichen werden. Im 16. Jahrhundert wurden die Kleider mit einem Rock und einem Mieder, unter dem ein Hemd zu sehen war, getragen. Sehr beliebt war damals auch der höfische Reifrock zum engen Mieder, der in den vornehmeren Kreisen getragen wurde und ein sogenanntes Mantelkeid, den Manteau, darstellte.
Im Biedermeier waren die Kleider mit einem knöchellangen Rock, einem körperbetonenden engen Oberteil mit schlanker Taille und großen Keulenärmeln ausgestattet. Zur damaligen Zeit unterschied man die verschiedenen Kleider noch nach dem Anlass, für den das Kleid bestimmt war. Es gab deshalb beispielsweise Besuchskleider, Abendkleider, Reisekleider, Reitkleider, Nachmittagskleider, usw.
In den 20er Jahren bestimmten Hänge- und Hemdblusenkleider sowie das klassische „kleine Schwarze“ von Coco Chanel das Auftreten. Diese speziellen Kleider sind schlicht, taillenlos, komplett schwarz und enden kurz unter dem Knie. Sie zeigen auch heute noch unkomplizierte Eleganz, und können den ganzen Tag über und zu den verschiedensten Gelegenheiten getragen werden. Im 20. Jahrhundert erfordern immer weniger unterschiedliche Anlässe ein eigenes Kleid. Deshalb unterscheidet man heute die Kleider mehr nach ihrer Form und dem Material. Beispielsweise werden Einteilungen in Etuikleid, Hemdkleid, Dirndlkleid oder Robe, für ein aufwändiges und langes Kleid, vorgenommen.
Das Berliner Nobelkaufhaus KaDeWe veranstaltete im Sommer 2009 eine Ausstellung zur „Geschichte des Kleides“, und bot einen Überblick über die Entwicklung der Kleider. Es wurden ausgewählte Stücke aus dem Mittelalter, dem französischen Rokoko und die neusten und aktuellsten Kollektionen ausgestellt. Aus funktionalen Gründen ist das Kleid in der heutigen Zeit nichtmehr das Hauptkleidungsstück der Frau, und ist von Hosen und Blusen verdrängt worden. Trotzdem sind die Kleider aufgrund deren femininer Ausstrahlung bei Frauen als auch bei Männern überaus beliebt.


