Lange Zeit als verstaubt und altbacken abgestempelt ist ein Klassiker zurück auf der Modebildfläche: das Samtkleid. Samt wird bereits seit dem 13. Jahrhundert verwendet und gilt seit jeher als edler und luxuriöser Stoff. Aufgrund der aufwändigen Herstellung wurden Kleider aus Samt lange mit hohen Preisen gehandelt und waren daher Adligen und reichen Bürgern vorbehalten. Wer denkt bei Samt nicht zuerst an mit weißem Nerz besetzte Königsmäntel in kräftigem Rot oder an prächtige Kronen?!
Kleider aus Samt waren, als die Herstellung günstiger und der Stoff erschwinglicher wurde, besonders in den 20er Jahren beliebt. Im Laufe des Jahrhunderts wurde Samt aber in immer biedereren Kombinationen eingesetzt, sodass man heute vor allem an Outfits der Großmutter denkt wenn man sich Kleider aus Samt vorstellt. Aber das hat nun ein Ende, denn das Samtkleid ist zurück! Wichtig um das angestaubte Image zu vermeiden ist beim Samtkleid ein futuristischer oder puristischer Schnitt. Keinesfalls sollte man Rüschen, Paisleymuster oder zu viel Geglitzer wählen.
Auch bei der Auswahl des Samts gibt es verschiedene Arten. Vom klassischen schweren Langflor-Samt bis zum Pannesamt bleibt bei der Wahl des Materials für das Kleid viel Spielraum. Ein opulentes Samtkleid kombiniert man am besten originell gemixt, zum Beispiel mit Jeans, Leder oder Seide. Alles ist erlaubt solange man dem edlen Stoff ein bisschen von seiner Ehrwürdigkeit nimmt. So wird ein Samtkleid zeitgemäß und trendy!


